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Thema: Trockene Haut

Pflegetipps für trockene Haut

Braucht trockene Haut Fett oder Feuchtigkeit? Zwei Kosmetik-Expertinnen erklären, welcher Typ welche Pflege benötigt
von Annett Zündorf, aktualisiert am 22.05.2015

Schönheit: Geschmeidige Haut braucht viel Pflege

W&B/Forster und Martin

Endlich geschafft – das Ende des Winters ist erreicht. Die Sonne scheint schon recht kräftig, wir fühlen uns fit. Würde nur unser Gesicht dazu passen! Doch allzu oft zeigt der Blick in den Spiegel fahle Haut, schuppige Stellen, kleine Fältchen.

Die kalte Winterluft hat der Haut den letzten Rest Feuchtigkeit aus den Poren gesaugt, häufiges Duschen und Baden haben wertvolle Lipide ausgespült. "Dann wird die oberste Hautschicht weniger durchblutet und funktioniert nur noch schlecht als schützende Barriere", erklärt Daniela Bade, Apothekerin aus Hilden.

Ein typischer Fall von trockener Haut – doch was hilft? "Das ist nicht so einfach, jede Haut braucht Fett und Feuchtigkeit", sagt Marion Runnebaum, Dermatologin aus Jena. "Da muss man zuerst Detektiv spielen." Ob Ihre Haut mehr Lipide oder mehr Feuchtigkeit braucht, erfahren Sie hier.

Ihre Haut braucht Feuchtigkeit:

Anzeichen: Beim Ausziehen der Strümpfe bleibt der Stoff an rauen Stellen hängen, die Wangen fühlen sich wie Sandpapier an, die Haut juckt und spannt. Mit einem sogenannten Corneometer bestimmt der Dermatologe den elektrischen Widerstand der Haut. Dazu drückt er den kleinen Messkopf des Geräts auf verschiedene Stellen von Gesicht, Dekolleté und Armen. "Damit erkenne ich, wie hoch der Feuchtigkeitsgehalt der Hornschicht ist und wie viel Wasser über die Haut verdunstet", erklärt Dermatologin Marion Runnebaum.   

Körperpflege:
Um den Feuchtigkeitsgehalt der Haut wieder zu erhöhen, sind verschiedene Strategien wichtig. "Baden und duschen Sie in Maßen und nur lauwarm", empfiehlt Daniela Bade. "Verwenden Sie kein Schaumbad, sondern besser ein rückfettendes Duschöl." Danach pflegt eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Mit ihrem hohen Anteil an Feuchthaltefaktoren (Glyzerin, Harnstoff) bringt sie Feuchtigkeit zurück in die Haut.   

Spezialfall Gesicht:
"Ich empfehle Präparate, die zusätzlich Hyaluronsäure enthalten. Damit kann der Teint noch mehr Wasser speichern", sagt Daniela Bade. Dermatologin Marion Runnebaum rät: "Juckt und spannt die Haut so stark, dass andere Cremes nicht mehr helfen, kann man eine Pflege mit Polidocanol ausprobieren. Das hilft gegen den Juckreiz."

Ihre Haut braucht Fett:

Anzeichen: Die Oberfläche fühlt sich rau an, bei genauerem Hinsehen sind winzige Risse und Entzündungen zu erkennen. Auch schuppende Stellen sind ein klassisches Symptom. Mit einem einfachen Messgerät, dem Sebumeter, kann der Dermatologe den Fettgehalt der Haut bestimmen. Das sagt ihm, ob Fettsäuren, Triglyzeride, Cholesterin und Wachsester in ausreichender Menge vorhanden sind. Ist das nicht der Fall, sollten Sie trotzdem nicht in den nächsten Schmalztiegel greifen. Reine Vaseline hat nur eine Wirkung: Sie versiegelt die Poren so sehr, dass sie nicht mehr atmen können.   

Die richtige Creme: "Eine gute Pflege besteht immer aus drei Teilen", sagt Marion Runnebaum. Dazu gehören: Okklusiva, Öle aus Mandeln oder Soja, die auf der Oberfläche einen dünnen Film erzeugen und den Wasserverlust mindern; Emollentien, Fette wie Lanolin, die verloren gegangene Lipide ersetzen; Feuchtigkeitsspender wie Milchsäure oder Aloe vera, die Wasser binden und die Haut straff und gesund aussehen lassen.   

Die Zusammensetzung: Je nach Jahreszeit, Hautzustand und Alter sollten die einzelnen Anteile angepasst werden. So braucht reifere Haut meist einen höheren Fettanteil, da ihre Talgdrüsen weniger produktiv arbeiten. Apothekerin Bade empfiehlt reichhaltige Nährcremes mit Sphingolipiden. "Generell sollten Sie immer eine Wasser-in-Öl-Emulsion verwenden." Eine Alternative dazu bieten Produkte mit Derma-Membran-Struktur. "Sie sind der natürlichen Hautstruktur nachempfunden und kommen ohne Emulgatoren aus", sagt Daniela Bade.

Der richtige Fettgehalt:
Je höher die Temperaturen, desto geringer kann der Fettgehalt sein. Im Winter sei eine Creme mit 30 Prozent ideal, aber: "Stellen Sie im Frühling auf 20 Prozent um", rät Marion Runnebaum.



Bildnachweis: W&B/Forster und Martin

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